Abitur nachholen: Wege, Dauer und Kosten im Vergleich
Abitur nachholen: Abendgymnasium, Kolleg, Fernschule, Externenprüfung und Berufsoberschule im Vergleich, mit Dauer, Kosten und Voraussetzungen.

Das Abitur nachholen ist keine einzelne Entscheidung, sondern eine Reihe von Abwägungen: Wie viel Zeit hast du neben Job oder Familie, wie viel Geld willst du einsetzen, und wie viel Struktur brauchst du, um über mehrere Jahre durchzuhalten? In Deutschland gibt es dafür sechs gängige Wege, die sich in Dauer, Kosten und Zugangsbedingungen deutlich unterscheiden. Dieser Artikel stellt sie nebeneinander, nennt Orientierungswerte statt Versprechen und zeigt, welche Fragen du klären musst, bevor du dich anmeldest.
Kurzantwort: So kannst du dein Abitur nachholen
- Abendgymnasium: Unterricht am Abend neben dem Beruf, laut Kultusministerkonferenz in der Regel drei Jahre, an staatlichen Schulen ohne Schulgeld.
- Kolleg: dieselben Zugangsbedingungen wie am Abendgymnasium, aber als Vollzeitschule am Tag, in der Regel ebenfalls rund drei Jahre.
- Volkshochschule: bereitet je nach Standort auf Abschlüsse oder auf eine externe Abiturprüfung vor, oft in Teilzeit und gegen moderate Gebühren.
- Fernschule: zeitlich flexibel, dafür kostenpflichtig, mit Laufzeiten von häufig 30 bis 42 Monaten. Der Abschluss selbst wird über eine staatliche Prüfung erworben.
- Externenprüfung, in manchen Ländern Nichtschülerprüfung genannt: du legst die Abiturprüfung ab, ohne eine gymnasiale Oberstufe besucht zu haben, und weist deine Vorbereitung nach.
- Berufsoberschule und vergleichbare Bildungsgänge: bauen auf einer Berufsausbildung auf und führen je nach Fremdsprachennachweis zur fachgebundenen oder zur allgemeinen Hochschulreife.
- Typische Voraussetzungen für den zweiten Bildungsweg: mittlerer Schulabschluss, abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufstätigkeit und ein Mindestalter, das je nach Land zwischen 17 und 19 Jahren liegt.
Die sechs Wege im direkten Vergleich
Die folgende Tabelle fasst zusammen, was die Wege voneinander trennt. Die Zeitangaben beziehen sich auf den Regelfall ohne Vorkurs und ohne Wiederholung. Wer Vorkenntnisse mitbringt oder einen Vorkurs braucht, weicht in beide Richtungen davon ab.
| Weg | Zeitmodell | Dauer als Orientierung | Direkte Kosten | Abschluss |
|---|---|---|---|---|
| Abendgymnasium | Abends, meist an vier bis fünf Abenden pro Woche | In der Regel drei Jahre, in Vorkursmodellen länger | An staatlichen Schulen üblicherweise kein Schulgeld, Lernmittel selbst zu tragen | Allgemeine Hochschulreife |
| Kolleg | Vollzeit am Tag | In der Regel drei Jahre | An staatlichen Schulen üblicherweise kein Schulgeld, dafür wenig Raum für Erwerbsarbeit | Allgemeine Hochschulreife |
| Volkshochschule | Teilzeit, je nach Standort abends oder tagsüber | Zwei bis vier Jahre, stark vom Kursangebot abhängig | Kursgebühren, oft mit Ermäßigungen, je nach Träger unterschiedlich | Je nach Modell eigener Bildungsgang oder Vorbereitung auf eine externe Prüfung |
| Fernschule | Selbstlernen mit Betreuung, Präsenzphasen möglich | Häufig 30 bis 42 Monate Regellaufzeit | Monatliche Gebühr, in der Regel im niedrigen dreistelligen Bereich | Vorbereitung, der Abschluss folgt über eine staatliche Prüfung |
| Externenprüfung oder Nichtschülerprüfung | Freie Vorbereitung, fester Prüfungstermin | Sehr unterschiedlich, oft zwei bis drei Jahre Vorbereitung | Je nach Land gebührenfrei oder mit einer Prüfungsgebühr verbunden | Allgemeine Hochschulreife über die Prüfung |
| Berufsoberschule und verwandte Bildungsgänge | Vollzeit oder Teilzeit, je nach Land | Ein bis zwei Jahre aufbauend auf Ausbildung und Fachhochschulreife | An staatlichen Schulen üblicherweise kein Schulgeld | Fachgebundene Hochschulreife, mit zweiter Fremdsprache die allgemeine |
Voraussetzungen: Alter, Abschluss und Berufserfahrung
Der zweite Bildungsweg ist bewusst für Erwachsene gebaut, die schon im Berufsleben stehen. Die Kultusministerkonferenz beschreibt Abendgymnasium und Kolleg als Einrichtungen für Berufstätige mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mindestens zweijähriger Berufstätigkeit, mit mittlerem Schulabschluss und einem Mindestalter, das im Anmeldejahr erreicht sein muss. In der Praxis setzen die Länder das unterschiedlich um.
- Mindestalter: In Nordrhein-Westfalen verlangt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Weiterbildungskollegs, dass Aufgenommene bei Beginn des ersten Semesters mindestens 18 Jahre alt sind. Bayern nennt für das Abendgymnasium ebenfalls 18 Jahre und für den Vorkurs 17 Jahre. Die Kultusministerkonferenz beschreibt den Regelfall mit 19 Jahren im Anmeldejahr.
- Schulabschluss: Üblich ist ein mittlerer Schulabschluss. Wer ihn nicht hat, kann in vielen Ländern über einen Vorkurs einsteigen, der Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen auffrischt.
- Berufliche Vorerfahrung: Anerkannt werden meist eine abgeschlossene Ausbildung oder mindestens zwei Jahre Berufstätigkeit. In Nordrhein-Westfalen zählen Wehr- und Zivildienst sowie Freiwilligendienste mit, ebenso die eigenständige Führung eines Haushalts mit einem Kind oder einer pflegebedürftigen Person.
- Berufstätigkeit während der Schulzeit: Am Abendgymnasium wird sie in vielen Ländern erwartet, mit Ausnahme der letzten Halbjahre, in denen der Unterricht in Vollzeit übergeht. Am Kolleg ist es umgekehrt: dort soll neben der Schule keine nennenswerte Erwerbstätigkeit laufen.
- Externenprüfung: Hier gilt in der Regel, dass du im Jahr vor der Prüfung keine gymnasiale Oberstufe, kein Abendgymnasium und kein Kolleg besucht hast und dass du deine Vorbereitung nachweisen kannst. Nordrhein-Westfalen nennt zusätzlich ein Mindestalter von 18 Jahren im Prüfungszeitraum und den 1. September als Meldetermin.
Was das Abitur nachholen wirklich kostet
Die verbreitete Aussage, der zweite Bildungsweg sei kostenlos, stimmt nur für einen Teil der Rechnung. An staatlichen Abendgymnasien und Kollegs fällt in der Regel kein Schulgeld an, aber Lernmittel, Fahrten und vor allem entgangenes Einkommen sind reale Posten. Bei Fernschulen ist es umgekehrt: die Gebühr ist transparent, dafür bleibt dein Einkommen erhalten. Rechne beide Seiten, bevor du dich entscheidest.
Gesamtkosten eines Weges
Gesamtkosten = (Monatsgebühr × Laufzeit in Monaten) + Prüfungsgebühr + Lernmittel + Fahrtkosten + entgangenes Nettoeinkommen
Nur die ersten vier Posten stehen im Prospekt. Der fünfte entscheidet meist über die tatsächliche Belastung, weil Vollzeitmodelle die Erwerbsarbeit stark einschränken.
Ein Beispiel mit gerundeten Orientierungswerten: Ein Fernkurs mit 145 Euro Monatsgebühr und 36 Monaten Laufzeit kostet 145 × 36 = 5.220 Euro. Kommen 250 Euro Prüfungsgebühr, 300 Euro Lernmittel und 200 Euro Fahrtkosten zu den Präsenzphasen dazu, liegst du bei 5.970 Euro. Dein Job läuft weiter, also bleibt das entgangene Einkommen bei null. Ein Kolleg dagegen kostet kein Schulgeld, verlangt aber drei Jahre ohne volle Erwerbstätigkeit. Selbst bei nur 900 Euro entgangenem Netto pro Monat sind das 900 × 36 = 32.400 Euro, die eine Förderung nur teilweise auffängt. Die kostenlose Variante ist also nicht automatisch die günstigere.
Finanzierung: was BAföG abdeckt und was nicht
Abendgymnasien und Kollegs gehören laut der offiziellen BAföG-Information zu den Ausbildungsstätten, deren Besuch grundsätzlich gefördert werden kann. Wie viel du bekommst, ob überhaupt und ab welchem Zeitpunkt, hängt von deiner Schulform, deinem Einkommen und deiner Lebenssituation ab. Am Kolleg als Vollzeitschule kommt eine Förderung über die gesamte Ausbildung in Betracht, am Abendgymnasium häufig erst in der abschließenden Vollzeitphase. Zuständig ist das Amt für Ausbildungsförderung, meist am Ort der Schule.
Entscheidungsmatrix: welcher Weg zu welcher Lage passt
| Deine Ausgangslage | Weg, der meist passt | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Vollzeitjob, feste Arbeitszeiten, Schule in erreichbarer Nähe | Abendgymnasium | Prüfe früh, wie die abschließende Vollzeitphase mit deinem Arbeitgeber vereinbar ist |
| Job gekündigt oder Auszeit geplant, Wunsch nach klarer Struktur | Kolleg | Kläre die Finanzierung vor der Anmeldung, weil parallele Erwerbsarbeit kaum vorgesehen ist |
| Schichtdienst, Pflegeverantwortung oder häufige Ortswechsel | Fernschule mit anschließender staatlicher Prüfung | Achte auf Kündigungsfristen, Verlängerungsregeln und darauf, in welchem Land du zur Prüfung antrittst |
| Sehr selbstständige Lernweise, vorhandene Vorkenntnisse, knappes Budget | Externenprüfung | Der Nachweis der Vorbereitung und die Fächerzahl sind streng geregelt, informiere dich bei der Bezirksregierung oder Schulbehörde |
| Abgeschlossene Ausbildung und bereits Fachhochschulreife | Berufsoberschule oder vergleichbarer Bildungsgang | Ohne zweite Fremdsprache endet der Weg bei der fachgebundenen Hochschulreife |
| Unsicher, ob der Stoff noch sitzt, oder kein mittlerer Abschluss | Vorkurs an Abendgymnasium, Kolleg oder Volkshochschule | Der Vorkurs verlängert die Gesamtdauer, verringert aber das Abbruchrisiko deutlich |
Häufige Fehler und typische Abbruchgründe
- Den Fremdsprachenbedarf unterschätzen: Für die allgemeine Hochschulreife wird in vielen Bildungsgängen eine zweite Fremdsprache verlangt. Wer das erst im vorletzten Semester merkt, verliert ein Jahr oder landet bei der fachgebundenen Hochschulreife.
- Die Vollzeitphase des Abendgymnasiums nicht einplanen: In mehreren Ländern geht der Bildungsgang am Ende in Vollzeit über. Wer bis dahin keine Reduzierung der Arbeitszeit und keine Finanzierung geklärt hat, gerät genau vor der Prüfung unter Druck.
- Fernkurse als Abschluss missverstehen: Eine Fernschule bereitet vor, die Hochschulreife vergibt der Staat über eine Prüfung. Klär vor Vertragsschluss, in welchem Bundesland du geprüft wirst und welche Fächerkombination dort verlangt ist.
- Meldefristen verpassen: Für die Externenprüfung gelten feste Anmeldetermine, in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel der 1. September für die Prüfung des Folgejahres. Eine verpasste Frist kostet ein volles Jahr.
- Die Höchstdauer ignorieren: Ordnungen setzen Grenzen. In Nordrhein-Westfalen dürfen Abendgymnasium und Kolleg höchstens acht Semester dauern, regulär sind sechs. Wiederholungen sind also nicht beliebig oft möglich.
- Alles gleichzeitig starten: Umzug, Jobwechsel und Schulbeginn im selben Quartal ist der häufigste Grund, warum das erste Semester scheitert. Staffle die Veränderungen.
- Ohne Zwischenziele lernen: Über drei Jahre trägt keine Motivation von allein. Wer sich keine Halbjahresziele setzt und die eigenen Noten nicht mitrechnet, merkt zu spät, dass die Einbringung nicht aufgeht.
Handlungsplan: in acht Schritten zur Entscheidung
- Ziel festlegen: allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Die Wahl bestimmt den Weg und den Fremdsprachenbedarf.
- Unterlagen sammeln: letztes Zeugnis, Ausbildungsnachweis, Arbeitszeugnisse und Nachweise über anrechenbare Zeiten wie Freiwilligendienste.
- Zeitbudget ehrlich schätzen: Wie viele Stunden pro Woche kannst du über drei Jahre verlässlich einplanen, nicht in der besten, sondern in einer normalen Woche?
- Angebote vor Ort recherchieren: Abendgymnasien, Kollegs, Weiterbildungskollegs und Volkshochschulen im Umkreis auflisten, dazu die Prüfungsbehörde deines Landes für die Externenprüfung.
- Zwei bis drei Einrichtungen direkt kontaktieren und die Aufnahmebedingungen, Vorkursangebote und Fristen schriftlich bestätigen lassen.
- Finanzierung klären: Termin beim Amt für Ausbildungsförderung, dazu ein eigener Kassensturz mit der Formel aus diesem Artikel, inklusive entgangenem Einkommen.
- Probelauf machen: vier Wochen lang so lernen, wie es der Bildungsgang verlangt. Wer das nicht durchhält, sollte das Zeitmodell wechseln statt später abzubrechen.
- Nach dem Start die eigenen Halbjahresergebnisse laufend mitführen. Werkzeuge wie AbiPilot helfen dabei, Punktestände und Einbringungsszenarien im Blick zu behalten, damit du früh gegensteuern kannst.
Der wichtigste Unterschied zwischen einem abgeschlossenen und einem abgebrochenen zweiten Bildungsweg liegt selten am Stoff. Er liegt daran, ob das gewählte Zeitmodell zum echten Alltag passt und ob die Finanzierung bis zur letzten Prüfung trägt. Beides lässt sich vor der Anmeldung klären, danach nur noch mit Mühe.
Quellen
- Kultusministerkonferenz: Zweiter Bildungsweg, Nichtschülerprüfung und Waldorfschulen
Länderübergreifende Beschreibung von Abendgymnasium, Kolleg und Nichtschülerprüfung mit Regeldauer und typischen Zugangsvoraussetzungen.
- Schulministerium NRW: Abiturprüfung für Externe
Offizielle Darstellung der Externenprüfung in Nordrhein-Westfalen mit Mindestalter, Meldetermin, Fächerzahl und Prüfungsaufbau.
- BASS NRW: Ausbildungs- und Prüfungsordnung Weiterbildungskolleg (APO-WbK)
Rechtstext zu Aufnahme, Vorkurs, Semesterstruktur und Höchstdauer an Abendgymnasium und Kolleg in Nordrhein-Westfalen.
- Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Abendgymnasium
Aufnahmevoraussetzungen, Vorkurs, Unterrichtsumfang und Aufbau des Abendgymnasiums in Bayern.
- BAföG: Was wird gefördert?
Offizielle Übersicht der förderfähigen Ausbildungsstätten, in der Abendgymnasien und Kollegs ausdrücklich genannt werden.
- Niedersächsisches Kultusministerium: Nichtschülerprüfungen
Landesseite zu Nichtschülerprüfungen mit Hinweis auf die zuständigen Regionalen Landesämter für Schule und Bildung als Auskunftsstelle.
Häufige Fragen
Kann ich das Abitur nachholen, wenn ich keinen mittleren Schulabschluss habe?
In vielen Ländern ist das möglich, meist über einen Vorkurs am Abendgymnasium, am Kolleg oder an einem Weiterbildungskolleg. Bayern lässt zum Vorkurs beispielsweise Bewerberinnen und Bewerber ohne mittleren Schulabschluss zu, wenn eine Berufsausbildung oder zwei Jahre Berufstätigkeit vorliegen und ein Mindestalter erreicht ist. Welche Regel für dich gilt, sagt dir die Einrichtung vor Ort verbindlich.
Wie lange dauert es, das Abitur nachzuholen?
Als Orientierung gilt: Abendgymnasium und Kolleg dauern in der Regel drei Jahre, Fernkurse haben häufig Laufzeiten von 30 bis 42 Monaten, aufbauende Bildungsgänge nach einer Ausbildung ein bis zwei Jahre. Ein Vorkurs oder ein wiederholtes Semester verlängert die Zeit. Ordnungen können auch eine Höchstdauer festlegen, in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel acht Semester am Weiterbildungskolleg.
Ist das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg kostenlos?
An staatlichen Abendgymnasien und Kollegs fällt in der Regel kein Schulgeld an. Lernmittel, Fahrten und mögliche Prüfungsgebühren zahlst du selbst, und bei Vollzeitmodellen kommt entgangenes Einkommen hinzu. Private Fernschulen verlangen eine monatliche Gebühr. Die tatsächlichen Kosten hängen also stark vom Zeitmodell ab, nicht nur vom Preisschild.
Was ist der Unterschied zwischen Externenprüfung und Nichtschülerprüfung?
Gemeint ist im Kern dasselbe: eine Abiturprüfung ohne vorherigen Besuch einer gymnasialen Oberstufe, eines Abendgymnasiums oder eines Kollegs. Nur die Bezeichnung unterscheidet sich je nach Bundesland. Voraussetzung ist in der Regel, dass du im Jahr vor der Prüfung keine solche Schule besucht hast und deine Vorbereitung nachweisen kannst.
Bekomme ich BAföG, wenn ich das Abitur nachhole?
Abendgymnasien und Kollegs zählen laut offizieller BAföG-Information zu den förderfähigen Ausbildungsstätten. Ob du gefördert wirst, ab wann und in welcher Höhe, entscheidet das zuständige Amt für Ausbildungsförderung anhand deiner Schulform und deiner persönlichen Verhältnisse. Am Kolleg kommt eine Förderung über die gesamte Ausbildung in Betracht, am Abendgymnasium häufig erst in der abschließenden Vollzeitphase.
Brauche ich eine zweite Fremdsprache für die allgemeine Hochschulreife?
In vielen Bildungsgängen ja. Besonders deutlich wird das an der Berufsoberschule: Ohne Nachweis einer zweiten Fremdsprache führt die Abschlussklasse dort zur fachgebundenen Hochschulreife, mit Nachweis zur allgemeinen. Der Nachweis kann je nach Land über Unterricht, frühere Schulzeugnisse oder eine Ergänzungsprüfung erbracht werden. Kläre das vor der Anmeldung, nicht im letzten Semester.
Kann ich neben einem Vollzeitjob am Abendgymnasium bestehen?
Das Modell ist genau dafür gemacht, der Unterricht liegt an mehreren Abenden pro Woche. In mehreren Ländern geht der Bildungsgang am Ende jedoch in eine Vollzeitphase über, in der eine volle Erwerbstätigkeit kaum möglich ist. Sprich früh mit deinem Arbeitgeber über Arbeitszeitreduzierung und kläre parallel die Finanzierung dieser Phase.